Dienstag, 11. September 2007
galoppierender Emowahnsinn
Ghost of my love


And all this time you've been driftin'
Always slippin' thru my hands
It makes me wonder
Is this what you call romance


Wie recht Du hast. Hab' einfach viel zu viel Angst, mich nochmal so zu verlieren.

And no-one ever told us what to do

Mhm. Wahrscheinlich weiß es einfach keiner. Schön wär's natürlich schon. Zumindest mal einen kleinen Tip. Nur ab und zu. So für die grobe Richtung. Bitte.

And I can't take no more of this sufferin'

Ne, ich auch nicht. Es köööönnnt alles so einfach sein. Isses aber nicht. Zumindest nicht, sobald Gefühle im Spiel sind. Ich lieb' Dich. Und das macht es so schwer.

It makes me wonder
Why do you tear everything apart


Hey, stop mal. Tu ich doch gar nicht. Oder doch?


Cos I don't need anybody
I'm better off alone in doubt


Rutscht mir doch alle den Buckel runter!

It makes me wonder
What the hell you're all about


Tja, das frag' ich mich allerdings auch. Und Du?

I'm trying my best
This moment has passed us by
It makes me wonder
Where the hell am I gonna hide


Hilfe. Angst. Komm her. Geh weg. Halt mich. Lass mich. Lieb mich. Lieb mich nicht. *gänseblümchenzupf*
Wenn ich jetzt eine Decke über den Kopf ziehe, siehst Du mich dann noch?

So alone - where is my soul ?

Selbst schuld, sagst Du? Kannst ja herkommen, sagst Du? Und dann? sag ich. Dann isse wieder weg, sag ich. Die soul, sag ich. Du spinnst, sagst Du. Ich nicke nur und entziehe mich noch ein Stück.

I know for certain
A ain't coming home no more


Nein. Nein. Nein. Bitte tu das nicht. Geh nicht. Ich bleib' auch hier.


(c) Ricochets: Ghost Of Your Love

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Mittwoch, 29. August 2007
is' was?
Wieder mal über den Zusammenhang von Glücklichsein und (Selbst-)Reflektion gestolpert.

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Montag, 27. August 2007
paradox
Ob wohl jeder, der keine Untiefe auslässt, notwendigerweise strandet?

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Montag, 27. August 2007
eingefangen
Kennst Du das Gefühl, dass Du da bist und dennoch nicht wirklich da? Als ob Du Dich selbst und alles um Dich rum aus einer gewissen Distanz betrachtest, detached, dabei wärst Du doch so gern mittendrin. Hast aber vergessen oder nie gewusst, wie das geht. Alles singt und lacht und tanzt, Du mittendrin und doch nicht dabei. Du lachst, es klingt künstlich, Du tanzt, wie ein Hologramm und singst, als ob Dein Leben davon abhängt, doch leider hört Dich niemand. Deine Witze sind die besten, niemand lacht. Alles einen Ticks zu klar, zu hell, zu scharf, so stellst Du Dir das vor, auf Drogen zu sein, doch Du hast noch nie irgendwas genommen. Bist so überpräsent, jedes Detail prägt sich, damit Du Dich später auch ja erinnerst, und während der gesamten Veranstaltung hast Du das Gefühl, nicht ein Bein auf den Boden zu kriegen. Dein Leben findet statt, während Du mittendrin daneben stehst und andere leben, was Du leben wolltest. Du winkst und rufst und schreist, bis Du schweißgebadet aus Deinem Traum erwachst.

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Mittwoch, 22. August 2007
Auf der Jagd nach den Schatten, die das Licht stehlen und den Tag verdunkeln, die Nacht aufwühlen. Gefühle sind keine Murmeln, glasklare Perlen aufgereiht auf einer Schnur zu einer stringenten - blödes Wort! - Argumentationskette. Zwangsläufig endet jeder Versuch, das innere Chaos zu beschreiben vor dem verbalen Prellbock. Von hundert auf null in minus drei Sekunden, abgebremst mit brachialer Gewalt. Worte werden aus dem Zug geschleudert wie Gummipuppen, kugeln den Hang runter, zerbrochen, zersplittert, irreparabel. Dann das große Schweigen. Außen laufen Tropfen die Fenster entlang, die Hülle scheint intakt, nur innen ist alles leer.

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Montag, 20. August 2007
schwing!
Müdigkeitsgetränkt komische Dinge erkennen. Sich wundern, wieso einfach manchmal so kompliziert ist und ob es kompliziert ist, weil es kompliziert ist oder weil ich denke, es könnte kompliziert sein. Letzteres wahrscheinlich eher.

Gedankenschwingend einsame Kreise drehen, wie ein Schwamm seismologisch Emotionsschwankungen auffangen.
Alltagsgeschehen, das mich in den Wahnsinn treibt, weil jede Regung des Gegenübers fünffach verstärkt zurückschwingt
und mit lautem Rumms in meinen Kopf prallt. Weiß nicht, wie man das abstellt und versuche so zu tun, als wär'
überhaupt nix mit dem Effekt, dass es so rüberkommt, als wär' überhaupt gar nix. Wahrscheinlich würde ich nicht mal
aufschreien, wenn ein Güterzug über meinen Fuss rattert, aus Angst, jeder könnte merken: Es ist was.

Zu wirr? Zu wirr. Es ist wie eine ständig ausgefahrene Antenne, auf maximalen Empfang bestimmter Frequenzen
gerichtet, die allesallesalles, aber auch wirklich alles empfängt und verstärkt - ja, Antennen können wahrscheinlich
nicht verstärken - und zurückleitet, mitten ins Schwarze.

Ist doch toll, sagst Du? Nein, ist nicht gut, überhaupt nicht toll, weil ständig von überall alles ankommt, wie ein
ständiges Rauschen, das alles übertönt und noch mehr.

Emotionaler Autismus oder so.

Warum ich Dir das erzähle? Weil ich nimmer verstehe, weshalb ich ständig dermaßen auf Distanz gehe, wo da doch endlich wieder jemand ist,
mit dem ich mir vorstellen kann, dass es lange und gut wird. Und schwuppdiwupp ist mir jenes zu nah, dieses zu viel,
rätsele ich hier, wie es gemeint ist und dort, was erwartet wird. Bin verunsichert, wenn ich spüre, dass was in der
Luft hängt, aber sagen darf man dann ja auch nix, denn erstens ist nie was - was, wenn wirklich nix ist? Aber wieso
fühlt sich das dann so an? Oder bin ich schon so paranoid, dass ich Schwingungen wahrnehme, wo keine sind? Nein. Aber
was ist das dann und wieso lässt es sich nicht deuten? Wieso nicht erinfach nachfragen? Aber wie, wenn ich - und die
Frage danach kommt IMMER - den Grund meiner Frage nicht erklären kann? - wenn ich also spüre, das "was nicht stimmt",
WAS stimmt dann nicht? Meine Definition von "da stimmt was nicht"? Mein Gespür für irgendwelche Schwingungen? Die
Schwingungen selbst? Oder mein Verständnis von Schwingungen, weil Schwingungen nicht existieren auf diesem Planeten?

So oder so macht mich das kirre! Und dann zieh ich mich zurück, geh auf Distanz, will allein sein mit mir, damit Ruhe
ist, endlich Ruhe und überhaupt keine Schwingungen mehr außer meinen eigenen.

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Dienstag, 14. August 2007
passt. nicht.
manchmal, aber nur manchmal habe ich das gefühl,
dieses leben ist eine nummer zu groß für mich.

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Montag, 13. August 2007
Hälst Du?
Der Geist
Ein Abziehbild
Und Du pustest und pustest
bis er groß und rund und transparent ist
über uns schwebt
Schatten wirft, die es gar nicht gibt

Hand in Hand
Barfuss über Kieselsteine
Spitz, gestochen, gepiekst
Torkeln im Gleichschritt
Hälst Du mich, halt ich Dich

Ruhig warten
bis der Sturm sich legt
Salzwasserfeste Felle
schwimmen nicht so leicht davon
nicht mehr
ich warte

Es regnet
der Pegel steigt
Holland in Not
erst, wenn nichts mehr bleibt
blicken wir auf das, was war

Du bist, wer Du warst, um zu sein, wer Du bist

Hälst Du das aus?

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Montag, 30. Juli 2007
::: t.g.i.f ::: ??? :::
Zuviel schön ist viel zu viel, weil jeder falsche Ton dreimal soviel wiegt, als wenn eh alles schon hässlich ist. Filme, die wie von selbst fahren, und Fragen, die ungehört verhallen. Aber weglaufen gilt nicht, egal, was auch sei. Kurzschluss, nix wie weg hier. (Ach Du lieber Augustin. Reiß' mir bitte alle Haare aus.)
Es war orange. Warm. Laut. Heiß. Geborgen. Verlassen. Und tschüss. Tilt. Und dann geht's immer noch weiter. Das war nicht mal 'ne gute B-Note. Beschämt. Was passiert eigentlich mit Tränen, die nicht geweint werden? Und wohin mit der Scham, sich verletzbar zu zeigen? Und wieviele Nächte, die das noch kostet? Nicht überall, wo offen drauf steht, ist auch offen drin. Mea culpa. Das war nicht gut.

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Mittwoch, 18. Juli 2007
::: not available :::
"You asked me to enter, then you made me crawl."

I asked you to enter, then I'll make you crawl.
Anhedonie. Das ist dann doch wohl der Inbegriff von Anhedonie. Die Fähigkeit, sich nicht (mehr?) richtig zu freuen. Sich hoch- oder besser schlechter runterzuziehen an tausend Kleinigkeiten. Könnte ja sein, dass sonst noch jemand zu nahe kommt und die dreiundzwölfzig sorgsam hochgestapelten Mauern anrempelt und sich blaue Flecken holt sie zum Einsturz bringt. Und dahinter schaut und sieht, wie die Dinge wirklich sind. Sich erschrocken umdreht, angewidert abwendet und froh von dannen stiefelt. Erleichtert, noch rechtzeitig herausgefunden zu haben.

Nein. Das können wir nicht riskieren. Oder, Siri?

Also ist...
...der Weg zu weit und das Ziel zu nah, die Zeit zu lang, aber nicht kurz genug, zuviel ist zuviel und mehr davon genügt noch immer nicht, nicht genug ist viel zu wenig und zu wenig schon lange mehr als genug. Je kürzer die Distanz, desto größer der Widerstand. Aus der Ferne dünkt jeder Igel weich zu sein.

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