Dienstag, 17. Juli 2007
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Und auch das ist 2 Jahre her.

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Samstag, 14. Juli 2007
Veitstanz
Ich hab' gehofft, gewartet und gefleht,
mir die Finger blutig geschrieben und die Füße wund gelaufen,
ein ums andere Mal getippt, geklebt, gefaltet und
eingesackt, um wieder und wieder in der Ablage P zu landen.

Heute vor zwei Jahren dann endlich der ersehnte Anruf:
"Sie haben die Stelle. Wir würden Sie nehmen, wenn Sie noch wollen."

OB ICH NOCH WILL?
Und wie ich wollte. Wer auch immer in dieser und den folgenden Minuten an meinem Erdgeschosswohnungswohnzimmerfenster vorbeistiefelte, musste unweigerlich glauben, hier wäre ein akuter Fall von Veitstanz ausgebrochen.

Tja, 2 Jahre ist das her, und ich bin immer noch heilfroh und sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Danke, *st*!

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Samstag, 14. Juli 2007
Freitag, der 13.
Tränenschwer durchwachte Traumapokalypsen mit kraftvollem Gewummer aus den Gehörgängen prügeln, immer drauf bedacht, keinen Laut zu geben. Wiiiiieee spricht der Hund? Der Hund spricht nicht, der Hund jault, und zwar so, als sei ihm jemand auf den Schwanz getreten.

Wer mehr hat, hat mehr zu verlieren. Und es war so schwer, sich zu lösen, endlich loszulassen und wieder einzupendeln. Soll ich das aufgeben? Kann ich das aufgeben? Gedanken rasen, alles schwingt und pendelt, fühlt sich lebendig an. Mit jedem Aufschwung ein kleines Stückchen abheben, den Boden unter den Füßen verlieren und vor Freude laut jauchzen. Oben angekommen, sich kurz bewusst werden, wie hoch man schwebt und wie ein vor der Schlange erstarrtes Kaninchen nach unten glotzen, mit diesem Comicblick, kurz bevor es abwärts geht. Vor lauter Angst nicht mehr spüren, wie fest der eigene Halt ist und kurzfristig jegliches Selbstvertrauen verlieren. Angst fressen Stimme. Gedanken rasen, diesmal auf der falschen Seite der Angst.

Wer mehr zu verlieren hat, muss sorgfältiger aufpassen. Und vergisst vor lauter Nachdenken am Ende zu sein. (Am Ende des Seins. Nicht, am Ende zu sein.) Kontrolle fressen Leichtfüßigkeit. Behende sprudelnd vor Lachen von Gefühl zu Gefühl hüpfen und sich freuen, dass die Dinge sind, wie sie sind ohne sich bereits im Vorfeld zu Tode zu fürchten, dass sie irgendwann nicht mehr sein könnten, wie sie waren. Wir sind kompliziert. Wir sind zu blöd, um einfach zu sein. Wir sind zu selbst, um einfach selbst zu sein und wundern uns am Ende, warum wir am Rad drehen. Drehen und tränen, innen tobt und brennt und wummst es, weil die Schilde, die wir uns angezogen haben, um nicht mehr verletzt zu werden, nicht gemacht sind für den Druck, den wir uns selbst machen.

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Donnerstag, 12. Juli 2007
Out of sync oder: Salz hilft
Unruhe tickt ungleichmäßig, Sekunden rasen und stolpern, eine schneller als die andere und jede zweite viel zu schnell, rummst mit Wucht gegen die, die vor ihr ging und bringt das Pendel zum Taumeln. Nachfolgende Zeit rückt nach, nicht schnell genug, um den Wettlauf der zweiten mit der ersten wieder wettzumachen, die dritte schon torkelt, während die vierte sich besinnungslos ins Nichts stürzt, in der Hoffnung, Anschluss zu finden. Die fünfte bleibt stehen, den Zeiger gegen die Stirn gepresst, die Millisekunden fokussieren angestrengt den Punkt in der Ferne und überlegt, ob sie's tun soll, ob sich's noch lohnt zu folgen. Die sechste weicht aus, dreht sich im Kreis um nicht aufzulaufen, Zeit rempelt Zeit und irgendwo weiter hinten pöbelt jemand, "wann geht's endlich weiter?". Stau und das Gefühl (gibt's eigentlich schon ne Erhebung darüber, wie oft weibliche und wie oft männliche Blogger das Wort "Gefühl" schreiben?), in sich selbst gefangen zu sein, ausbrechen zu wollen, nur dass wir nicht aus unserer Haut können.

Gestern gelerntsen, dass es nur eine Sache der Tagesform und nicht wie im Jugendalter des Frontstirnlappens oder so ist. Also tief durchatmen, noch ein Glas Wein einschenken (das letzte fiel dem Gitarrenhals zum Opfer, den ich, selig, nicht Selig, singend, vor den Katzen hin-und herschwenkte. Ein echter Katzenjammer. Macht sich aber gut, die roten Flecken auf beigeweißem, hochflorigen Langhaarteppich. Gut, dass noch'ne Packung Salz im Haus war.

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Dienstag, 10. Juli 2007
notizzettel
eins
R(h)einkultur, vorgestern, Bonn. Mein erstes Mal und 169.998 mit uns unter strahlend blauem Himmel mit Decke und Picknick ins Gras, um uns herum Gras und Sommer, Sonne, Menschen und Musik. Wir haben die längste Zeit mit Warten verbracht,
Zeit mit Worten verbracht, es uns bequem gemacht
und uns in die Karten geguckt. Mit schlafwandlerischer Sicherheit in Deiner geistigen Landkarte verirrt, guck mal, da ist Jesus, der kann bestimmt über's Wasser laufen. Später am Abend dann Calexico und Fanta 4, zum Umfallen schön, nur Umfallen, das ging nicht, inmitten von xzigtausend anderen. Stattdessen gehüpft, gegrölt und gesprungen. Zum Abschluss eine indische Stärkung und dann ab nach Hause. War schön!

zwei
CSD. Köln. Gestern. Nach einer kurzen Nacht aus den Federn gequält und uns zunächst mit der DB angelegt. Zusatztickets bis Köln als Ergänzung zu 'nem VRR-Monatsticket, nee, schon klar. Glück gehabt, dass kein Schaffner kam (gezahlt hätt' ich den Strafzettel aber ehnicht, immerhin hat uns das die Tante von der Bahn verkauft. Notiz an mich: Nächstes Mal beim Fragen Namen merken.) In Köln: Sonne. Sommer. De Zuch kütt. Früher oder später. Schöne Ecke ergattert und ...Leute geguckt. Sonnenbrand gekriegt und, Kind vom Land, das ich bin, über viel bunt und so gestaunt. How real is real und how normal is normal? Nee, das klingt jetzt engstirnig, soll's aber nicht sein. Nur - WAS ist normal? Ist es normal, weil alle es tun?

drei
Besorgt. Schwesterherz, Lästerschweinchen im Krankenhaus. Nichts Lebensbedrohliches, und dennoch, es ging ihr nicht gut. Bekommt man bei Auslieferung des Storchs als Eltern eigentlich irgendwelche Zusatz-Gene? Gene, die es einem ermöglichen auszuhalten, wenn's dem Kind nicht gut geht, wenn es Blut göbelt nach der OP oder sonstwie daneben ist? Oder ist das dann die schiere Notwendigkeit, die jeder aushalten kann, wenn er muss? Fragen über Fragen. Das Schlimmste ist überstanden, ein Glück. Bin dennoch froh, dass nicht ich große Schwester diejenige welche gewesen war. Weiß nicht, ob ich sowas kann....

vier
Auf geht's. Endspurt, Freitag, 18-21 Uhr. Statistik-Klausur. Uff.

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Mittwoch, 4. Juli 2007
reminiszenzen
Es irritiert mich, dass jedesmal, wenn ich vor die Tür gehe, da draußen eben jenes grüne ExAuto steht, in dem ich einst etliche Strecken zurückzulegen pflegte.

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Samstag, 30. Juni 2007
zurück in alte verhaltensmuster, ausschalten, was nicht auszuhalten ist, bevor der wahnsinn zugreift und das gefühl, all das soeben unverdient gewonnene unverhofft an eine laune von ichweissnichtwas zu verlieren. wie gewonnen, so zeronnen, so wenig das eine verdient war, so logisch das andere als konsequenz. leben mit ständiger verlustangst und dazwischen nurmehr aggression über das eigene unvermögen, irgendetwas dauerhaft zu behalten, erhalten. zu blöd, zu dumm oder vielleicht sind wir schlichtweg nicht dafür gemacht, uns an Dauerhaftem festzuhalten? nur, wenn nicht daran, woran denn dann? Heute mal wieder ganz besonders schlimm, tränenüberströmt verzweifelnd um sich, auf sich schlagend, um nicht länger fühlen zu müssen, was eh den bach runtergeht. fleischgewordener pessimismus, und alte verhaltensmuster drohen durchzuschlagen. keiner da, der ein stopschild hält, keiner, der sagt, es ist gut, es ist okay, hör auf, Dich zu zerfleischen. Das muss ich selber tun, aber, Märchenstunde und Hoffnung, und vielleicht ist da doch noch wer. Oder auch nicht. Tilt.

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Samstag, 30. Juni 2007
Der zuvielte Sinn
Kann mir mal bitte einer diese beschissenen Stimmungsantennen abschneiden????

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ko-muh-nie-katzion
"Hm."
"Hm?"
"Ach, nix."
"Was?"
"Nix....."
"Hm."
"Hm..."
"Hm? Was ist denn?"
"Bist Du sauer?"
"Hm?!?!?"
"Du bist so ruhig heute...."
"Äh...nein!"
"Doch. Sonst reden wir die ganze Zeit. Und heute..."
"Nein. Ich meine, nein, ich bin nicht sauer."
"Aber Du bist so ruhig heute."
"Hm."
"Hm."
schweigt. Überlegt, ob er wirklich ruhiger war als sonst und blickt konzentriert auf die Straße. Ist verdammt müde, de Nacht war kurz. Und wortlos. Kommt zu dem Schluss, dass er zu keinem Schluss kommt. Schweigt weiter.
Schweigt auch. Schaut ihn an, von der Seite. Er schaut konzentriert auf die Straße. Vermeidet ihren Blick. Sie überlegt, was er haben könnte. Er ist so ruhig heute, nicht wie sonst. Sie tippt ihn an, streichelt vorsichtig seinen Arm.
Grunzt wohlig, als er ihre Hand auf dem Arm spürt. Fühlt sich super an. Er ist froh, dass sie da ist. Und ihn streichelt.
Hört ihn grunzen. Heißt das, 'ja, mach weiter'? Oder 'nein, nerv mich nicht?' Wirft noch 'nen kritischen Blick nach links. Er starrt auf die Strasse. Sie zieht ihre Hand zurück, verunsichert. Denkt, er mag das nicht.
"Hm."
"Hm?"
Guckt nach rechts. Guckt auf ihre Hand. Auf seinen Arm. "Hm :-("
"Was?" Hat's ihm doch gefallen?
"Mmmmmmhhhh." Mmmmmmhhhht wohlig und streckt seinen Arm hin.
"Mhm." Cool, er mag mich noch. (streichelt weiter)
"Hmmmmmmmm." Frauen sind komisch.
"Mhm." Männer auch.


P.S.: Und die Antenne funzt doch....

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ich hab das meer gesehen
...und das Meer uns. Es kam heftig, es kam schnell, und es war laut und stürmisch.



Zum Glück stand unser Wohnwagen nicht am Strand...



Zurück von einer (knappen) und erlebnisreichen Woche Holland, den Kopf voller Eindrücke und den Bauch voller Staunen, wie schnell das so gut gehen kann.




P.S.: Notiz an mich: Nicht so viel interpretieren!!! Das ist anstrengend auf Dauer!!!

PPS: Und die Antennen funktionieren doch :-/

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