Emissionszirkus, Teil drei.

Grünes Licht für's Dudumobil, wenn ich bereit bin eine hier nicht näher genannte Summe in die Umrüstung von U auf G zu stecken und zu hoffen, dass das Ganze wenn schon nicht kostenlos, dann auch wenigstens nicht umsonst ist und das Dudumobil minnigens weitere 30.000km schafft (bis zum "H" wäre natürlich noch besser). Im Verbrauch und einer Steuerrückzahlung würde es sich positiv bemerkbar machen, allerdings sind xxx Euro kein Pappenstiel. Aber das Auto ist ja auch nicht aus Pappe, und abgeben möchte ich es eigentlich auch nur sehr ungern. Die Geschichte geht also weiter....
Heute früh war es mal wieder soweit. Nichtsahnend öffnete ich die Tür zum Medizinschrank und - kladderadatsch! Ja, ich weiß, ich wollte schon lange mal ausmisten, und ja, der Schrank war viel zu voll. Jedenfalls machte die Jodflasche, die kleine braune aus dem massiven Glas, die mir eine PTA meines Vertrauens damals geschenkt hatte, den Abgang. Schwungvoll schlug sie aus einer Höhe von ca. 1,70 auf dem befliesten Badezimmerboden auf und zertrennte sich alsbald in ihre Einzelteile, von denen eines sich, schwuppdiwupp, mit der Spitze zuerst in den zarten Zwischenraum zwischen kleinem und "Ring"zeh des linken Fußes bohrte. Zeitgleich mit den immer noch stark beschleunigten Jodpartikeln sprudelte nun munter das kostbare Ahbehpositiv in alle Richtungen, verfolgt von meinen entgeisterten Blicken, die nicht mehr wussten, wohin sie zuerst gucken sollten. Ich entschied mich relativ zügig dafür, dem Blubbern aus dem Fuß mit einem zum Händetrocknen gedachten herumhängenden Handtuch Einhalt zu gebieten. Die Katzen verfolgten das Spektakel hingerissen und schnüffelten neugierig an den Lachen unterschiedlicher Farbe, die sich über Wand, vormals gelb, Boden, gestern noch grau, Türrahmen, war mal weiß, und Badewanne verteilten. Der Lebenssaft zeigte sich allmählich widerspenstig und zog sich zurück in geordnete Bahnen. Ich humpelte mit dem Handtuch am Fuß erstmal von dannen, schloß die Badezimmertüre und wunderte mich über das watteweiche Gefühl im Kopf.
Schockschwerenot, besser kann ein Mittwoch doch gar nicht beginnen!
Nicht besonders hoch und nicht besonders niedrig; mittelmäßig; mit Vorteilen und Nachteilen.
Das Wochenende. Durchwachsen also. Mit sehr guten und sehr schlechten Momenten.
Am Samstag hoffentlich Sonne, in der Stadt mit den 2 großen Kirchtürmen. Tanzbrunnen, Open Air. Heimspiel für kluge Jungs und garantiert gute Laune. Ich bin gespannt.
Ezio habe ich ja leider verpasst dieses Jahr. Zum ersten Mal seit 1997 KEIN Ezio-Konzert. *schnüff*
Mit berufsbegleitenden Studiengängen kurz vor dem Ende kann man sich die ganze Freizeit versauen. Wenigstens steht dafür das Diplomarbeitsthema, und für die kommende Hausarbeit stapeln sich eingige Bücher (danke!), und die Tage bis zur letzten Klausur sind auch gezählt. 12.7.08. Tschakka!
Das Naturschauspiel, das RTL gerade Revue passieren lässt, ist hier im Pott nahezu spurlos vorübergegangen. Dafür saß letzte Nacht ein völlig fasziniertes Katz auf dem Katzkratzbaum auf dem Balkon und lauschte dem rauschenden Regen, der von herrlichem Wetterleuchten erhellt wurde. Das wäre ein Ding gewesen, draußen am Rhein oder sonstwo in der Natur.
Tja. Das war der Donnerstag. Es folgt das Wort zum Freitag.
Wer sagt eigentlich, dass der Wert dieser Zeit geMESSEN werden muss?

Leider ist der Keller nicht absolut trocken. Jetzt brauche ich ein drittes Zimmer.
Sowieso wünschte ich mir manches mal, Mann zu sein oder zumindest meinen Mann zu stehen, als Frau unter Männern. Aber mir scheint es an etwas zu mangeln, Selbstvertrauen oder Durchsetzungskraft, der Fähigkeit, mittendrin statt nur dabei zu sein.
Bald stellt sie sich wieder, die alte Frage, wie geht's weiter? Und dann? Nicht so aussichtslos wie nach dem ersten Studium, soviel ist klar. Eine Hülle und Fülle von Möglichkeiten, dass es nur so blitzt und funkelt - und was tu' ich? Stehe da, staune und frage mich, welchen Weg ich gehen will.
Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
Und wenn sie nicht gestorben ist, steht sie auch noch morgen.
Man reiche mir Butter. Und Fische. Und Weitsicht.
Danke.
Vertipper zum Samstag: Stichliste.
Umwelt oder Anlage? Gewisse Wesenszüge machen mich rasend, dieses unterwürfig aggressiv Demütige und das immerwährende "dannlasseshaltwenndusnichthinkriegst istjaehegalgehtjanurummichiseuchdochehscheißegal". Ich WEISS, es ist nicht persönlich gemeint. Trotzdem.
Ein Läufer kurz vor dem Startschuss, wohlwissend, was vor ihm liegt, bereit alles zu geben und doch noch nicht dabei. Wie lange noch, bis wir da sind? Und was, wenn ich im Ziel bin? Generation Navigationsgerät. Solange das Herz noch aus Fleisch und Blut ist, solange müssen wir unseren Weg finden. Alleine.
Heute mal wieder saunieren gewesen. Vier Stunden Wischlingen. Frauenschwoof und
Tag 3 ohne Dich. Ich fahre hoch aus dem Schlaf und habe Dein Hemd in der Hand, nassgeweint. Schaue auf die Uhr. Es ist viertel nach neun. Stolpere über Deine Schuhe auf dem Weg ins Bad und drehe mich um, gereizt, wieso kannst Du nicht EINMAL - nein, kannst Du nicht. Steige über den Schuh, gehe ins Bad, pinkle, bis nix mehr kommt und höre, wie das Telefon klingelt. Mein "Schaaaaatz, gehst Du mal ran" erstickt mir im Hals. Kein Schatz mehr. Du bist weg. Ich bin allein.
Tag 2. Deine Armbanduhr mit dem gesplitterten Glas im Plastikbeutel auf der Anrichte. Darunter ein Stapel Karten, Straßenkarten, für drei verschiedene Länder und fünf Zettel mit Listen, fein säuberlich Pro und Contra. Du mochtest Listen.
Tag 5. Jeder, wirklich jeder war hier. Sie kommen rein, stehen, schweigen, reden. Ich bin ihnen nicht böse. Hab's nie anders gemacht. Nur jetzt bin ICH der, dem sie kondolieren. Ich schlucke, lächle mit Tränen und bemühe mich, nicht endgültig zu zerbrechen, wenn ich ihre Arme auf meinen Schultern spüre.
Tag 1. "Kommt Eva nicht?" "Wieso?" "Na, sie müsste längst hier sein. Wo ist sie?" "Eva ist nicht hier." "Komisch." "Ich ruf' Dich an." Etwas stimmt nicht. Ich rase zum Auto, lasse Licht, Tür, Computer wie sie sind und springe ins Auto. Zwinge mich, langsam zu fahren. "Es ist nichts. Es ist nichts. Es ist nichts. Es ist nichts." Mein Mantra, bis ich zwölf Kilometer weiter das Blaulicht und die Nase des Polizisten, der mich nicht durchlassen will, treffe.
Tag 4. Deine Sachen. Was mach ich mit Deinen Sachen? Ich kann doch nicht den Schrank räumen, als wär nix gewesen.
Tag 7. Heute ist es soweit. Ich stehe auf, als es noch dunkel ist und gehe runter zur Halle. Will die letzten Stunden mit Dir alleine sein, will Dich ansehen, berühren, Dein Lächeln, Deine Wärme aufnehmen und jeden einzelnen Deiner Gesichtszüge auswendiglernen, damit ich nie mehr einen Hauch vergesse.
Das Wetter hat ja leider nicht ganz mitgespielt, zumindest nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Statt Grillen gab's 'ne Einladung zum lecker Essen beim Italiener, und Regenprasseln auf dem Wohnwagendach kann auch seeehr beruhigend sein.
...Wenn man nicht um 8 Uhr hätte aufstehen müssen, um soooo eine Latte von Dingen zu erledigen.)... Trotzdem, hinterher: fast alles abgehakt. Nur das Dudumobil macht mir Sorgen oder die Umweltzone dem Dudumobil oder beide mir. Heute morgen dann der Totalstreik: zu feucht, zu kalt, zu beleidigt, weil ich drüber nachdenke(n muss), das Dudumobil in gute Youngtimerhändlerhände zu geben und auf ein Modell MIT grüner Plakette umzusteigen. Da sprang es dann heute morgen schlichtweg nicht mehr an.
Die letzten Kraftreserven - ich weiß gar nicht, wovon ich so platt bin, mein Körper schreit nach Ruhe, Schlaf, Sofa+Kanne Tee+gutes Buch (was ich auch gleich machen werde) - zusammengekratzt und mich auf's Radl geschwungen. Gut, dass ich das im Kofferraum hatte.
Nun autolos wieder daheim, um alles andere kümmere ich mich morgen. Falls ich es gleich noch schaffe, ein wenig lernen/Hausarbeit schreiben, falls nicht, auch gut. Alle viere von mir jetzt. Bis später. Und tschüss.
Vorherrschendes Gefühl: Die Zeit rast. Wohin und mit wem, das ist schon mehr als okay. Heiter bis wolkig, zufrieden und manchmal sogar glücklich. Glück, das ist wie ein Wind, der geht und kommt. Ein warmer Windhauch, unverhofft, ein Anblick, ein Geruch, ein Gefühl, eine Stimme, ein Wort oder einfach ein Augenblick. Wenn man da steht, gemeinsam, der eine dem anderen im Rücken, stärkend, und die Sonne, das Wasser, das Sein alberne Grimassen auf's Gesicht zaubern: das ist Glück.
Ein Stück Grillgut auf heißen Kohlen, während der Magen knurrt, die Füße lang ausgestreckt hochgelegt, Fastnichtstun, sich aufgehoben fühlen und nirgendwo anders sein wollen, im Hintergrund schon das Knistern des

, das ist auch Glück.
Und Glück sind die ersten
Außerdem ist Glück eine Fähigkeit, eine Sichtweise, ein Herangehen an Dinge und Menschen bar jeder Erwartungshaltung und voller Freude über das, was kommt, komme, was wolle.
Und Glück ist Selbstvertrauen, Vertrauen in sich selbst und die hohe Kunst zu nehmen, was kommt. Gelassenheit. Ohne Gelassenheit kein Glück.

...bevor das nächste schon seine Schatten wirft....

...denn die Zeit ist ein Fluss, der fließen muss...

(2,7+2,7-5,0 = 10,4 und 10,4 : 3 < 4!!!!)
Und nun: einen GROSSEN Haken an VWL und gut ist!