Sonntag, 13. April 2008
Weißt Du noch...?
...wie das war, letztes Jahr um diese Zeit?

Es war ein Freitag, der 13. und der beste Anlass, um jeglichen Aberglauben ein für alle Mal auszutreiben :-)

Vor einem Jahr um diese Zeit lag es in der vor Vorfreude triefenden Luft, mit einem Hauch von Ungewissheit. Was, wenn ich mich getäuscht hatte? Wenn das alles nur Wunschdenken war?

Warm genug war's, grade eben so, um das erste Mal draußen sitzen zu können. Nebeneinander, angeregtes Gespräch abwechselnd mit unsicherem Schweigen. Später dann, es wurde zu kalt, drinnen. Stunden später, endlich. Alles klar. Im Morgengrauen heimgekehrt, total erschöpft und mit Lächeln im Gesicht, das mindestens dreimal um den Kopf reicht.

Danke für dieses eine, erste Jahr und auf viele weitere, in denen uns unsere sturen Dickköpfe hoffentlich niemals völlig den Blick auf's Wesentliche verstellen mögen!

Minä rakatan sinua.

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Freitag, 11. April 2008
enttäuscht
Da lud mich doch Mitte der Woche die Allerbeseelteste ein, sie heute abend zum Abzappeln und Frauenschwoof zu begleiten. Yippieh!

Und heute dann, um 14:32 Uhr, eine SMS, in der steht, dass sie nicht kommt.

Enttäuscht. :-(

Na ja, jetzt habe ich wenigstens keinen Grund mehr, mich vor der Hausarbeit (Location Based Services an der Hochschule) zu drücken. *grmpf*

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Freitag, 11. April 2008
zu
Der Hahn ist zu. Absolut zu, so zu, dass ich ihn mit normalen Mitteln nicht mehr auf kriege. (Normale Mittel? Nein, keine Rohrzange.) Bisschen wie 'ne dicke dicke dicke Wand aus Zellulose (der letzte Schrei der Wärmedämmung), die alles, aber auch wirklich alles abhält.) Oder zumindest davon, etwas zu fühlen. Keine Zeit, keine Kraft, keine Lust, keine Zeit (ach nee, das hatten wir schon.) Wer kann sich das schon noch leisten? Nu ja. Der Hahn ist zu. Nicht ein Tropfen quillt, komme, was wolle.

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Atemlos irgendwie. Wüsste gerne mal, was mein Körper mir damit sagen will. Is' irgendwie neu, offensichtliche physische Gründe gibt es nicht. Bleibt also nicht viel. Kann sowas durch Stressgefühle, durch Verspannungen, in Kombination mit komischen Pollen entstehen? Notfallsprayist leer,bekomme kein neues. (edit) erst im dritten Anlauf nach einer Woche Quälerei neu bekommen. Placebo oder nicht, bin mir noch nicht ganz sicher. Scheint fast mehr hausgemacht. Hilfsangebot aus unverhoffter Ecke hat mich gefreut. Eigentlich geht das ja nicht mehr. Und irgendwie doch. Freut mich, ganz platonisch.

Komische Träume, als ob ich mich jetzt langsam damit abfinden würde, dass ich ihm damals nicht helfen konnte. Merkwürdig, das alles. Sehr merkwürdig. *nach luft schnapp*

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Dienstag, 8. April 2008
P.
Das böse P-Wort. Letzte Woche dicken Hals gehabt, wie schon so oft und extra nicht zum Arzt gegangen, in der Hofnung, es würde von selbst weggehen, oder, wenn es schlimmer würde, könnte ich immer noch hin. Heute dann das erste Mal gedacht: Kassenpatient. Habe Atemnot, phasenweise, mein Hals fühlt sich innerlich wie geschwollen an, genau an der Stelle, die letzte Woche entzündet war. Tut nicht mehr weh, ist aber auch nicht wieder okay. Aber es ist nichts festzustellen. Hatte neulich schonmal wie aus heiterem Himmel das Gefühl, keine Luft mehr zu kriegen, als wäre der Boden unter den Füßen plötzlich weg, alles schwankte, und ich dachte, ich falle gleich hin. Diese Qualität der Panik kenne ich sonst nur aus anderen Zusammenhängen... War aber nicht, ging dann wieder vorbei. Ist das jetzt auch einfach "nur" Panik? Aber warum? Wovor? Saß beim Arzt und überlegte mir, während ich wartete, dass er zu mir ins Sprechzimmer kommen würde, was ich ihm sagen solle (damit er mir glauben würde. Ja, ich weiß, klingt blöd, aber man hat anscheinend leider immer den Eindruck, ich stelle mich an und hätte überhaupt nix, dabei bin ich nun wahrlich niemand, der bei jedem Zipperlein zum Arzt rennt. Und wenn ich mich gut fühlen würde, wäre ich wohl nicht hingegangen. Und wie ich da so saß und diese Gedanken mir durch den Kopf gingen und mir das Atmen schwer fiel, war ich plötzlich nur noch so weit *zeig* von einem 1-A-Heulanfall entfernt. Ganz merkwürdig, es gibt keinen Grund zu heulen, das wär ja wohl nur peinlich, ich hasse es, wenn andere Leute das sehen, und soo schlecht ging es mir objektiv gesehen dann wohl doch nicht, sonst "würden Sie ja da nicht so sitzen", wie er es anschließend formulierte. Nee, also irgendwie fühlte ich mich heute da außerordentlich schlecht aufgehoben. Was ja dann doch schon fast wieder ein Grund zum Heulen wäre.

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Mittwoch, 2. April 2008
zeitstrahlbedingung
ein magier, ein wunder, wer sich so völlig ausklinkt aus allem lauf der zeit *bauklötze staun* da wird selbst liebe zu eiswürfeln...gestern

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Sonntag, 30. März 2008
*schnipp*
Den alten Faden, den verklärten, klebrigen, himmlischen, einfach abschneiden, einrahmen, als Erinnerung, denn außer mir und einigen Versprechern hängt nicht viel dran, außer vielleicht die Ermahnung, in Zukunft einiges besser und sorgsamer anzugehen.

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traumhaft
Und im Traum ein Riesenberg Schuhe, alle auf einem Haufen, wild durcheinander. Es ist dämmerig im Flur, ich kann nichts richtig erkennen, weder Farbe noch Form, aber die Uhr tickt, und ich weiß, ich muss schneller werden, ich muss die Paare finden, sortieren, ein linker und ein rechter und dann noch einer und noch einer und noch einer, doch kein Schuh passt zum anderen. Ich ziehe einen weichen, einen Hausschuh, einen großen, einen kleinen, einen schwarzen, einen braunen, einen roten, einen Stiefel, eine Sandale, DA! noch ein Hausschuh, das erste Paar ist komplett, aber die Uhr tickt, und ich weiß, wenn ich nicht fertig bin, bis, dann. Die Angst schnürt mir die Kehle zu, bis die Tränen laufen, ein heißer, brennender Strom, der nicht mehr aufhört. Ein Rascheln und ein lauter Schlag beenden das Elend, als die Katze auf den Fernseher springt und sich mit der Topfpflanze anlegt.

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Mittwoch, 19. März 2008
zwiegespräch
Seine Sonne schiebt sich hinter meinen Mond, und plötzlich ist es kalt, bitterkalt. All die Wärme vertrocknet, verdorrt, ein Schrei verhallt. Ungehört. Es wendet sich ab, zuckt mit den Schultern und greift in die Brust. Holt ein zappelndes, blutendes Herz heraus und streckt es mir hin, dämonisch grinsend, während seine Worte unerbittert hart prasseln, Hagelkörner, jedes trifft tief, öffnet mich, bis alles herausläuft und ich in einem schmalen Rinnsal im Gulli verrinne.

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Freitag, 14. März 2008
Sein oder nicht sein.
Arme nicht lang genug. Kopf nicht klug genug. Schon klug, muss ja, stecken fast zwei Studiengänge drin. Aber eben nicht klug genug. Es ist nicht leicht genug. Wer hat gesagt, es müsse leicht sein? Ist es nur gut, wenn es schwerfällt, wenn man sich genug gequält hat, und sind Dinge, die leicht fallen automatisch weniger wert? Wer hat gesagt, es müsse schwer sein? Wieso immer nach den Sternen greifen, wenn es ein Planetarium in der Nähe gibt? Und wenn es nur gut ist, nachdem es schwer war, wie lange muss es schwer gewesen sein, damit es gut wird, und wird es nicht leichter, wenn es schwer gewesen und gut geworden ist? Und wenn leichter heißt, dass es nicht mehr so gut ist, weil es nicht mehr schwerfällt, ist gut dann nicht automatisch gleich schlecht?

Oder um's mit den Ärzten zu sagen:

Bist Du Fleischermeister, studierst Du Medizin?
Bist Du ein Zugereister oder kommst Du aus Berlin?
Bist Du Dominatrix oder doch eher devot?
Bist Du Pianistin oder Hubschrauberpilot?


Es ist egal, was Du bist.
Hauptsache ist, es macht Dich glücklich!

Fragt sich nur, wann genau ich etwas "bin"...

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