Donnerstag, 28. Februar 2008
schwimm!
Distanz. Bin da und irgendwie doch nicht. Nicht bei Dir. Nur bei mir. Weiß nicht, ob ich mich jemals noch so weit rauswage, so weit, dass man mich sehen kann. Dilemma, Dilemma. Es ist mir NICHT recht, hinter der Wand zu hocken, es ist mir wohl recht, das Treiben da draußen zu beobachten, zu analysieren, zu untersuchen und zu versuchen es zu verstehen, damit - ja, damit ich gewappnet bin, wenn ich irgendwann einmal den Mut gefasst haben sollte, wirklich nach draußen zu gehen.

"Aber Du stehst doch draußen?" höre ich. "Du wirkst so souverän, so abgeklärt, fast arrogant." Na super, denke ich. Arrogant? Ich? Nein. Souverän? Selten. Abgeklärt? Was ist das?
Mittendrin statt nur dabei, aber ich, ich bin dabei, nicht drin. Immer. Überall. Schon immer. Vielleicht immer. Vielleicht auch nicht.

Wenn ich nicht aufpasse, hocke ich hier, bis sich da draußen nichts mehr regt, nur weil ich immer denke, noch nicht genug zu wissen, nicht klug genug, nicht gut genug, nicht ich genug, nicht persönlich genug zu sein, um da draußen, wo auch immer das sein mag, mitzuschwimmen, ordentlich, im Strom, ein braver Hai in einem Becken voller braver Haifische, die brav sind, solange Du bist, wie sie sind.

Permalink





Montag, 11. Februar 2008
Bittersweet Symphony, oder: wie ich lernte, zu sein und zu bleiben
Stehenbleiben. Nicht zurück-, nicht ausweichen. Beide Beine fest im Boden verankert.
Hier stehe ich.

Hab' ich gelernt.

Ab und zu noch frage ich mich,
ist das richtig,
dass ich hier stehe,
dass überhaupt jemand hier steht,
und von all diesen Jemanden ausgerechnet ich.

Ist das nicht anmaßend,
und wenn nicht, könnte nicht jemand sonst
diesen Job hier
viel besser erledigen.

Doch dann schaue ich auf meine Beine
und finde,
dass sie gut stehen,
genau dort,
wo sie stehen.

Ich stehe hier. Mit meiner Meinung. Meinem Ich.
Und allem, was mich ausmacht.
Und niemand, selbst Du, wirst das nicht ändern.

Kannst Dich ja dazustellen, wenn's Dir passt.

Permalink





Sonntag, 10. Februar 2008
dübbeldübbeldüb *moschmosch* dübbeldübbeldüb *mosch*
Anknüpfen. Dort, wo wir aufgehört haben. Nahtlos. Hach. Schön. Verständigung ohne Worte klappt genauso gut wie mit vielen Worten. Beides erlebt, gestern abend. Zwischendurch albernes Rumgehüpfe, bis Schweißtropfen ...äh...tropfen.




Doch, es war mal wieder ein äußerst genialer - und nötiger - Abend. Danke!

Permalink





Donnerstag, 7. Februar 2008
Maskottchen


Und an manchen Tagen rumlaufen wie ein fleischgewordener Selbstzweifel, im Plüschkostüm als Maskottchen für all die Creep-hörenden da draußen, so wie Leo der Löwe für die WM, nur eindrücklicher.

Wer braucht sowas? *grml*

Permalink





Mittwoch, 6. Februar 2008
arschbombe
Kennen Sie das, dieses Tauziehen von großen Gruppen, unzähligen Kindern und sporadischen Betreuern am einen und ebensoviele, optimalerweise, am anderen Ende. Es wird gezogen, gezogen, gezogen, als ob es um Leib und Seele ging. Geht es auch. Irgendwann, wenn genug gezogen ist und eine Seite des Seils die Oberhand gewinnt, purzelt alles wild durcheinander. Klein unter Groß, Knochig in Aufgeblasen, Spitz in Bittenichtanfassen, Fett in HabdochkeineSubstanzmehzumAtmen.

Selber gespielt auf der Stadtranderholung Kleve (Kreis!!! Nicht Stadt! Gruß an J.K.) haben wir das nie, aus Angst vor Verletzungen.

Hier und heute fühlt es sich an, als wäre ein ungleiches Kräfteduell gerade zu Ende gegangen. Mein Arsch schmerzt, weil ich draufgefallen bin. Die Beine schmerzen und sind stolz, ihren Standpunkt vertreten zu haben. Die Arme sind lang und länger, können alles erreichen, was sie wollen. Aber am allermeisten schmerzt der Hals, weil da noch tausend Tränen drinstecken, eine für jede Ungewissheit, wie das weitergeht und ob und warum das jetzt alles so ein Kampf sein muss, wo wir nicht mehr nahe sind.

Permalink





Montag, 4. Februar 2008
dies ist kein nachruf.
Auch wenn Du längst weg wärst
wäre ein Stück von Dir
immer in mir
wie die Haut an der Mauer
die wir entlang rutschten
im Versuch, Halt zu finden
ohne zu wissen
ob es uns gelingen wird

Und jede Narbe
die morgen noch bezeugt
was gestern war
ich werde sie mit Stolz tragen

Wie ich jede Spur
offen und stolz trage
denn ich bin
die Summe aller Spuren
und noch viel mehr

Permalink





Samstag, 2. Februar 2008
::: not available :::
Nur ein dummes (Parade)Beispiel?

Bald ist es soweit, das Wochenende naht.
Es gilt, die wenige Zeit, die bleibt, gut zu nutzen.
Schwierig, dieser Balanceakt - kommen, bleiben, gehen.
Innerhalb kürzester Zeit sich auf den anderen einstellen und ein
Teil von etwas werden, das im Alltag selten existiert. Die
Zeit wird zeigen, ob das gut geht, ob unsere
Eigenarten sich ergänzen und inwiefern Diskussionen ohne
Reue möglich sind. Jetzt gerade würde ich das eine oder andere
Gefühl gerne aufgreifen, traue mich aber nicht, weil ich die
Reaktion darauf nicht einschätzen kann.
Es scheint, als wäre es nicht mehr möglich, eigene
Interessen zu verfolgen, sofern diese aufs Wochenende fallen.
Freizeitgestaltung ja, aber bitte immer nur zusammen?
Es graut mir, wenn ich diesen Gedanken weiterspinne - klar,
Nähe ist wichtig, die Wochenenden die einzige Möglichkeit.
Distanz kann aber auch entstehen, wenn Nähe erstickt.

Permalink





Freitag, 1. Februar 2008
der alte affe
Angst, er grüßt von fern. Zu groß die Distanz für Kaputtgefühle, zum, nein, Glück will ich nicht sagen, es ist kein Glück, sondern fester Boden unter den Füßen, bei mir. Über dem Abgrund baumelt ER, ein halbes Jahrhundert mehr auf seinem Buckel, stark wie ein Baum und leider genauso knorrig, meterdicke Rinde machen es unmöglich, ihn zu berühren. Die Schnitte und Risse und Beulen haben sich schon andere geholt. Trotzdem wünsche ich ihm, dass er den Krebs besiegt und dabei vielleicht ein klein wenig seiner Härte verliert. Eine kleine Erinnerung daran, dass wir alle nur Menschen sind, nicht mehr und nicht weniger.

Permalink





Donnerstag, 24. Januar 2008
*hinterherwink*
Elf Jahre sind es jetzt, elf Jahre, seit Du weg bist. Aber ich hab' Dir ja versprochen, Dich auf dem Laufenden zu halten, und es läuft guuuuut :-)
Du lächelst? Ja, ich auch, ganz breit, von einem Ohr bis zum anderen. Ich hab' 'nen tollen Job, ein herausforderndes Studium und einen MamS an meiner Seite, wow, also echt jetzt. Sturkopf, genau wie ich. Ein starker Wille. Aber mehr Selbstbewusstsein als ich.
Gen Norden wird's uns ziehen, das würde Dir gefallen. Bis nach Lübeck schaffe ich es zwar (noch) nicht, aber die Richtung stimmt schon mal. Wir sind beide Seemenschen, Weitblicker, über's Wasser und ohne Hügel im Weg. Campingliebhaber, ich glaub, ihr würdet euch auch prima verstehen. Und heiß diskutieren. *lol* Echt zu schade, dass ich das nicht mehr erleben darf.

Jaaa...und sonst so? Der Mama und dem Rest geht's ganz gut, alles ein wenig turbulent. Irgendwas ist halt immer, aber es hält sich in Grenzen. Die Oma ist nach wie vor der Fels in der Brandung, egal, wie es drumherum wogt - und es WOGT, das sag' ich Dir - sie steht ihre Frau. Na ja, langsam wird' sie halt auch älter, das ist schon merkwürdig. Aber gut, so ist das wohl mit dem Alter. Wir sind auch keine Kinder mehr und ihr nicht mehr die Jüngsten. Jetzt sind wir am Drücker. Nix mehr mit "wenn ich mal groß bin", größer als so wird's wohl nimmer. Ich würd' Dich ja gerne mal fragen, wie das für Dich so war, mit 30. Ob das als Mann anders ist denn als Frau, als Vater anders denn als Mutter. Komische Gedanken, nicht wahr? "I'm 30 and confused". Ach ja, 'Ezio' tät' Dir wohl auch gefallen.

Aber ich will nicht wehmütig werden, denn eigentlich bin ich's ja gar nicht. Wollte nur kurz Bescheid sagen, dass hier unten alles in Ordnung ist. Liebe Grüße von allen und mach's gut. Bis die Tage,

Deine Tochter.

Permalink





Donnerstag, 3. Januar 2008
Reset
Alle Ampeln auf grün, volle Fahrt voraus!
2008, fetzen sollst Du und mit Schwung jeden Hügel nehmen, der sich da in den Weg stellt.

A propos in den Weg stellt: Port-Reset heißt das Zauberwort. Yippieh, so fühlt es sich also an mit einer 6000er-Flat zu surfen!

Und sonst so?
Ach so, das hier noch:

Zugenommen oder abgenommen?
Hm. Ich glaube, weder noch.

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz, nur wieder natur.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger. Die neue Brille kam im Frühjahr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Ein klein wenig, endlich wieder.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Es geht vorwärts.

Der hirnrissigste Plan?
Noch mal rückwärts gehen zu wollen.

Die gefährlichste Unternehmung?
s.o.

Der beste Sex?
Vielfältig.

Die teuerste Anschaffung?
Das DU-DU :-)

Das leckerste Essen?
Sushi. (Köln). Sushi. (Osnabrück) Sushi. (Bielefeld)

Das beeindruckenste Buch?
Zuletzt: "The Moment You Were Gone" von Nicci Gerrard.

Der ergreifendste Film?
Der freie Wille. Eher erschreckend ergreifend.

Die beste CD?
Gab nur eine. Mardi Gras BB.

Das schönste Konzert?
Es waren so viele...Rheinkultur in Bonn. Stoppok in Dortmund.

Die meiste Zeit verbracht mit...?
Dem MamS.

Die schönste Zeit verbracht mit...?
Dem MamS.

Die schlimmste Zeit verbracht mit...?
Mir selbst.

Vorherrschendes Gefühl 2007?
Es geht aufwärts!!!

2007 zum ersten Mal getan?
Losgelassen.

2007 nach langer Zeit wieder getan?
Mein Herz verschenkt.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Den Januar, den Februar und den März.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Es geht so nicht weiter.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hm. Das weiß wohl nur 'jemand'.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zukunftsmusik.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich liebe Dich.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich bin mir absolut sicher.

2007 war mit 1 Wort...?
Rasant.

Permalink